Wie viele Social Media Profile braucht man?

Während meiner Arbeit werde ich regelmäßig mit der Frage konfrontiert, ob man nicht noch auf dieser oder jener Plattform ein zusätzliches Profil einrichten sollte, um eine größere Reichweite zu erzielen. Nach dem Motto: „Viel hilft viel.“ wird irrtümlicherweise davon ausgegangen, dass die Reichweite in der Zielgruppe zwangsläufig mit der Anzahl an Plattformen auf denen man aktiv ist erhöht wird. Sicherlich gibt es genügend Social Media Experten, die dieses Vorgehen empfehlen, entweder wider besseren Wissens (Indiz: sie sind selber überall aktiv) oder um ihre Einfluss beim Kunden weiter auszubauen.

Ich bin der Meinung, dass man nicht auf jeder Plattform aktiv sein muss nur weil sie gerade einen Hype erfährt und alle anderen daran teilnehmen.

Natürlich ist es sinnvoll auf dem Laufenden zu bleiben und zu beobachten, was es an Plattformen gibt und wie sie sich entwickeln. Doch bevor man ein neues Profil auf einer der unzähligen Plattformen anlegt, sollte man sich folgende Fragen stellen:

  • Hilft mir die Plattform meine Ziele, die ich in meiner Social Media Strategie definiert habe, zu erreichen?
  • Welche Reichweite und welchen Stellenwert hat diese Plattform in meiner Zielgruppe?
  • Welche zusätzlichen Ressourcen müssen zur Verfügung gestellt werden?
  • Wie messe ich den Erfolg meines Engagements?
  • Wie sieht meine Ausstiegs-Strategie aus, wenn der Erfolg ausbleibt?

Wer versucht auf zu vielen Kanälen gleichzeitig aktiv zu sein, läuft man schnell Gefahr den Fokus zu verlieren. Statt auf vielen Kanälen einen geringen Einfluss zu haben, sollte man es vorziehen auf wenigen Kanälen einen hohen Einfluss zu erreichen.

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