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2011
Instagram ist erschienen im Oktober 2010 und erfreut sich seit dem Start großer Beliebtheit. Das Konzept hinter Instagram ist so gut, wie simple: Mach ein Foto und teile es mit deinen Freunden.
Instagram ist eine Kamera-App mit einem integrierten sozialen Netzwerk, quasi Twitter für Fotos. Die Anwendung läuft auf dem iPhone, iPod touch und dem iPad und erfordert iOS 3.1.2 oder neuer.
Wenn man die App das erste Mal startet wird man aufgefordert, ein kostenloses Nutzerkonto anzulegen, denn ohne Registrierung lässt sich Instagram nicht verwenden.
Nach dem Start befindet man sich im Feed-Modus und sieht die Bilder der Personen denen man folgt. Zudem lassen sich die Bilder mit einem „? gefällt mir“ markieren oder auch kommentieren. Findet man anstößige Bilder, so lassen sich diese auch zur Prüfung markieren. Im Feed-Modus findet die Interaktion mit den anderen Instagram Usern statt.
Neben dem Feed-Modus gibt es die „Beliebt“ Seite auf der die aktuell beliebtesten Bilder der Community zu sehen sind. Klickt man auf eines der Bilder erhält man Informationen über den Verfasser, sieht wie viele Personen „gefällt mir“ geklickt haben und sieht die Kommentare. Klickt man auf den Namen des Verfassers, so kommt man auf dessen Seite und sieht weitere Fotos. Zudem hat man die Möglichkeit dem User zu „Folgen“. Intsgram bietet zudem die Möglichkeit über die Funktion „Freunde finden“, Twitter- und Facebookkontakte auf Instagram aufzuspüren. Außerdem lassen sich Freunde aus dem Adressbuch einladen.
Über den Menupunkt „Mitteilen“ lassen sich eigene Fotos aufnehmen oder man wählt ein bereits aufgenommenes Foto aus dem Fotoalbum aus. Anschließend bietet Intsagram die Möglichkeit das Bild noch mit Hilfe von 16 verschiedenen Filtern und einer Tilt-Shift Option weiterzubearbeiten. Die Ergebnisse hängen immer vom Ausgangsbild ab und sind zum Teil wirklich gut. Allerdings sind die Bearbeitungsmöglichkeiten in Instagram verglichen mit anderen Kamera- und Foto-Apps ehr rudimentär, wie z. Bsp. die Beschränkung auf ein quadratisches Format. Ist man mit dem Ergebnis zufrieden, dann kann man dem Bild noch eine Bildunterschrift verpassen, die als Kommentar dargestellt wird. Außerdem lässt sich noch ein Geotag hinzufügen und man kann die Veröffentlichung des Bildes gleich auf Facebook, Twitter, Flickr etc. mitteilen.
Im News Bereich sieht man Updates über die Aktivitäten der Personen denen man folgt. Man erfährt wem welches Foto gefällt und wer wem folgt. Außerdem kann man sehen, wie die eigenen Fotos bewertet wurden und wer einem folgt. Auch nicht zu unterschätzen sind die Hinweise wenn sich jemand aus der Kontaktliste, dem Facebookfreundeskreis oder ein Twitter-Follower neu bei Instagram angemeldet hat.
In der Profilverwaltung (ganz rechts) lassen sich die Zugriffsrechte auf die eigenen sozialen Netzwerke einstellen. Außerdem kann man die Privatsphäre auf „privat“ umstellen, so dass nur Personen, denen man Zugriff gewährt, die eigenen Fotos sehen können.
Etwas versteckt in der Kontoverwaltung oben rechts findet man dann auch noch unter dem Menu „Über“ die Nutzungsbedingungen von Instagram. Hier sollte man auf jeden Fall mal einen Blick reinwerfen, denn dann erfährt man, dass sich Instagram das Recht der uneingeschränkten, nicht exklusiven Nutzung der Inhalte vorbehält, die die User auf Instagram veröffentlichen. Hier ein Auszug: „… By displaying or publishing (“posting”) any Content on or through the Instagram Services, you hereby grant to Instagram a non-exclusive, fully paid and royalty-free, worldwide, limited license to use, modify, delete from, add to, publicly perform, publicly display, reproduce and translate such Content, including without limitation distributing part or all of the Site in any media formats through any media channels, except Content not shared publicly (“private”) will not be distributed outside the Instagram Services. …“
Instagram eignet sich hervorragend, will man schnell und unkompliziert Fotos mit anderen Personen teilen und in anderen Netzwerken veröffentlichen. Wer mehr Wert auf Bildbearbeitung und Gestaltung legt, der sollte zu anderen Kamera-Apps greifen. Immerhin lassen sich die Bilder anschließend noch über Instagram importieren und verbreiten.
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2011
Favoriten auf Google+ sammeln
Von Haus aus hat Google+ noch keine Funktion, um Posts zu markieren, wie dies z. Bsp. bei Twitter mit den Favs möglich ist. Mit Hilfe eines simplen Hacks lässt sich das aber ruck zuck bewerkstelligen.
Erstelle einfach einen neuen Circle und nenne ihn z. Bsp. “Favoriten”. Dann erstellt man einen neuen Kontakt unter Verwendung einer eigenen, alternativen E-Mailadresse und zieht diesen in den Circle. Nun braucht man nur noch die Inhalte zu teilen, die einen interessieren und sie werden alle im entsprechenden Stream angezeigt.
Dieser Hack stammt von Arun Shroff und ist hier im Original nachzulesen.
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2011
Google+
Google hat im Netz einen neuen Ort geschaffen und dieser wird jetzt von den Early Adoptern besiedelt. Wir kommen an, versuchen uns zu orientieren, suchen Neues und tasten uns so langsam vorwärts. Ob in der Realität oder beim Surfen im Web, unser Unterbewußtsein reagiert auf Orte (reale wie virtuelle) und vermittelt uns ein Gefühl der Zuneigung oder der Ablehnung. Google ist es gelungen mit Google+ eine Plattform zu schaffen, die sich gut anfühlt, die einfach zu bedienen und übersichtlich strukturiert ist, und die ein grundsätzlich anderes Konzept verfolgt, als Facebook. Mario Sixtus hat das in einem Blog Post sehr treffend auf den Punkt gebracht.
Momentan ist es das Who-is-Who der Netzgemeinde, Personen mit entsprechender Reputation und einem hohen Erfahrungsgrad im Bereich sozialer Netzwerke , die sich auf Google+ tummeln und über ihre Erfahrungen berichten. Noch sind die Zugänge stark reglementiert, und auch die Einladungsfunktion wurde nach wenigen Stunden wieder deaktiviert nachdem der Run zu groß wurde. Die Vermutung liegt nahe, dass es Google vor allem darum geht, in der ersten Phase die User-Experience zu optimieren, bevor es dann für die Massen geöffnet wird. Das User-Feedback der erfahrenen Nutzer und die damit verbundene Chance zur Systemoptimierung ist Google offensichtlich wichtiger, als das schnelle Erreichen einer kritischen Masse.
Ob Google+ dann über Kurz oder Lang auch die Massen begeistern wird bleibt abzuwarten. Sicherlich werden einige Personenkreise Facebook den Rücken kehren, wenn sie es nicht schon längst getan haben. Aber auch Facebook wird nachlegen und mit neuen Funktionen aufwarten, so dass sich der Mainstream-Anwender zweimal überlegt, ob ein Wechsel überhaupt notwendig ist.
Der große Vorteil, den Facebook momentan noch gegenüber Google+ besitzt, ist eine gut funktionierende API. Solange es diese nicht gibt, wird es Google+ schwerfallen gegenüber anderen Plattformen dauerhaft zu punkten. Aber solange wird es eben auch kein FarmVille und andere Anwendungen auf Google+ geben, die vielen von uns so auf die Nerven gehen. Ich hätte nichts dagegen, wenn Facebook der Ort der FarmVille-Spieler und Glücksnuss-Ritter bleibt und sich Google+ zu einem Ort für informationsinteressierte Netzbewohner entwickelt ohne zu viele lästige Störgeräusche.
Alles dreht sich im Kreis oder eben um Kreise. Die Idee, dass man seine Kontakte in sogenannten Circles organisieren kann ist sehr durchdacht. Dadurch erhält man die Möglichkeit, Inhalte einfach und zielgruppengerecht zu veröffentlichen. Es geht weniger darum Personenkreisen Informationen vorzuenthalten, sondern vielmehr darum sie mit relevanten Informationen zu versorgen. Ob sich dieser Ansatz in der Praxis bewährt wird sich zeigen. Auf jeden Fall wird es dazu führen, dass Personen dazu verleitet, werden noch mehr Informationen über sich preiszugeben, da sie diese mit einer vermeintlich eingeschränkten Gruppe an Personen tun. Wer am Ende von diesen personenbezogenen Informationen profitiert liegt auf der Hand.
Google+ verwendet denselben Ansatz wie Twitter wobei man jeder beliebigen Person folgen kann, ohne vorher eine Freundschaftsanfrage an diese zu stellen. Das macht es besonders leicht, sein persönliches Netzwerk auszubauen und liefert zudem weitere relevante Informationen über uns und unsere Position und Beziehung zu den Personen, denen wir folgen.
Mit dem Thema Sicherheit und Hoheit über die eigenen Daten geht Google transparent um und grenzt sich damit deutlich gegenüber Facebook ab. Doch man darf sich nichts vormachen, denn am Ende wird auch Google einen wirtschaftlichen Nutzen aus dem Mitteilungsbedürfnis seiner Mitglieder ziehen müssen. Zudem gilt: Wer im Netz etwas veröffentlicht, der muss sich immer darüber im Klaren sein, dass das Netz nichts vergisst, egal ob die Informationen einer eingeschränkten Gruppe oder der Allgemeinheit zugänglich gemacht wurde.
Mit Google+ ist ein neues soziales Netzwerk entstanden, das der Netzgemeinde in der kommenden Zeit noch viel Diskussions- und Gesprächsstoff geben wird und auch im Hause Facebook für Bewegung sorgen wird. Es bleibt spannend.





An article by Goetz Hannemann






