Musik 2.0

Das die Musikbranche in der Krise steckt wissen wir schon lange. Zu lange wurde der guten alten Zeit nachgetrauert als Musik noch in Form von Schallplatten und CDs über den Ladentisch verkauft wurde. Als das Kind schon in den Brunnen gefallen war und Musik in Massen kopiert und weitergegeben wurde, versuchte man mit DRM die davon schwimmenden Fälle aufzuhalten. Vergeblich, der Preis für Musik geht inzwischen gegen Null und der Verlust durch Raubkopien geht in die Millionen.

Während die Krise in der Musikindustrie die großen Label quasi erstarren lässt und für permanent rückläufige Absatzzahlen sorgt, schaffen es ein paar Kreative mit alternativen Geschäftsmodellen, den Musikmarkt für sich zu erschließen und die Art und Weise, wie erfolgreiche Musik entstehen und vermaktet werden kann, neu zu definieren.

SellABandDa gibt es z. Bsp. das europäische Start-Up SellABand, bei dem Bands und Künstler ihre Musik kostenlos hochladen können. Findet eine Band dann genügend Fans, die für $50.000 Anteile an der Band erwerben, dann bekommt die Band ein professionelle Studioaufnahme bezahlt. Die Fans, die Anteile für je $10 erworben haben, werden dann am Erfolg der Band ebenso beteiligt, wie die Band selber. Finanziert werden soll das Ganze dann über Werbung und den Verkauf von CDs.

Amie StreetEin anderes Konzept verfolgt Amie Street. Hier werden erstmal alle neuen Songs kostenlos zum Download angeboten. Je öfter ein Song runtergeladen wird, desto teuerer wird er bis zu einem Maximum von $0,99. Je teuerer ein Song ist, desto erfolgreicher ist er.

Beide Konzepte scheinen zu funktionieren, da ist es nicht verwunderlich, dass sich Amazon inzwischen bei beiden Plattformen engagiert. Wieder einmal zeigt sich, dass Geschäftsmodelle ständig überprüft und an die technische und damit einhergehende gesellschafliche Entwicklung angepasst werden müssen.

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